• Newsletter

    Augen wie Revolver

    Zugegebenermaßen waren wir für das Jahr 2017 viel zu negativ – trotz einiger durchaus erschreckender Entwicklungen haben sich die Risikoprämien in fast allen Segmenten weiter eingeengt. Das kann sich natürlich auch in 2018 wiederholen – allerdings gibt es unserer Ansicht nach einige gute Argumente, warum die Fragilität des Finanzsystems weiter gestiegen ist. Wir halten hierfür vor allem die hohe Konzentration von Kreditrisiken als ein zentrales Argument und fokussieren uns in unserem Ausblick für 2018 weniger auf die möglichen Auslöser eines exponierten Anstiegs der Risikoprämien, sondern beschäftigen uns mit dem dahinter liegenden Mechanismus. Natürlich wollen wir auch dem diesjährigen Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Richard Thaler, huldigen und entwickeln angesichts der jüngeren politischen Entwicklungen ein neues Forschungsgebiet der Verhaltensökonomie: die Populistische Ökonomie. Hier sei uns ein gewisser Zynismus verziehen, wenn wir J. M. de Maistre zitieren: „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.“ In anderen Worten: „Im Grunde bin ich glücklich, ich hab es so gewollt …“

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  • Aktienderivative

    Geschlossene Approximationsformeln für den Preis einer Wandelanleihe

    Der vorliegende Artikel versucht sich an geschlossenen Approximationsformeln für den Preis einer Wandelanleihe in sogenannten 1.5-Faktor-Modellen. Da dieses Bewertungsproblem im Allgemeinen immer auf zeitaufwendige numerische Verfahren, wie zum Beispiel finite Differenzen, zurückgreifen muss, können schnellere Approximationsformeln bei der Kalibrierung von Modellparametern hilfreich sein. Deren Herleitung basiert auf der Idee die zugrunde liegende amerikanische Umwandlungsoption als eine europäische aufzufassen. Folglich steht und fällt die Güte der Approximationsformeln mit dem vorhandenen Anreiz einer frühen Optionsausübung, und die resultierenden Formeln sind im Allgemeinen als untere Schranken anzusehen.  

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  • Aktienderivative

    Kann man den Aktien-Forward aus amerikanischen Optionspreisen ableiten?

    Der Aktien-Forward mit einer bestimmten Laufzeit ist definiert als risikoneutrale Erwartung des Aktienpreises bei Laufzeitende. Falls Preise für europäische Put- und Call-Optionen mit der gegebenen Laufzeit und unterschiedlichen Ausübungspreisen beobachtet werden, so kann man den Aktien-Forward aus der Put-Call-Parität ableiten. Insbesondere ist dieser unabhängig von der Wahl des risikoneutralen Maßes, also eine modellfreie Größe. Genauer gesagt ist der Aktien-Forward die eindeutige Nullstelle der Differenz aus Calls und Puts, als Funktion im Ausübungspreis betrachtet. Im Gegensatz dazu ist die Situation schwieriger, wenn nur amerikanische Optionspreise beobachtet werden. Insbesondere ist die oben genannte Nullstelle im Allgemeinen nicht der Aktien-Forward. Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob der Aktien-Forward auch aus amerikanischen Optionspreisen eindeutig und modellfrei abgeleitet werden kann. Unglücklicherweise stellt sich diese scheinbar einfache „Ja oder Nein“-Frage als nicht-trivial und unbeantwortet heraus, und wir sind nicht in der Lage sie zu beantworten.

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  • Newsletter

    Baggy Trousers

    Die obigen Textzeilen stammen aus dem Jahre 1981. Nach so langer Zeit wird man etwas altersmilde und würde möglicherweise eine andere Formulierung wählen – aber dem Gedanken kann man nach wie vor zustimmen. Umso erfreulicher ist deshalb, dass in Europa die zarte Knospe der Europaphilie wieder erwacht, was sich auch in den jüngst enttäuschenden Wahlergebnissen europafeindlicher Parteien widerspiegelt. Man sollte allerdings nicht zu euphorisch ein Ende intellektuell ungefilterter Aussagen in sozialen Netzwerken herbeisehnen - aber zumindest darf man darauf hoffen, dass auch hochrangige Politiker den Unterschied zwischen alternativen Fakten und faktischen Alternativen verstehen lernen. Somit widmen wir diesen Newsletter mal wieder der Politik und explizit der Entwicklung in Europa in der Erwartung einer anhaltenden Dominanz politischer Themen in 2017. Außerdem zeigen wir, wie aus Quanto-CDS und Definitionen-Spreads (der neuesten Spielwiese im CDS-Markt) implizite Abwertungserwartungen europäischer Mitgliedsländer nach einem Austritt abgeleitet werden können. Ganz ohne eine Diskussion der Trump‘schen Denkfabrik kommt auch dieser Newsletter nicht aus: Dieses Mal gehen wir auf die Idee der Destination-Based Cash Flow Tax ein. Im Gegensatz zum politischen Tagesgeschäft wenden uns also sachlichen Argumenten zu – ganz nach dem Motto „we refuse to hear their lie“.

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  • Abhängigkeit und Risikomanagement

    Wann steigert ein Makro-Hedge die Portfolio-Performance?

    Es wird in einem klassischen Markowitz-Setting untersucht, wann das Hinzufügen eines Macro Hedges zu einem Portfolio dessen Performance steigert. Die Berechnungen werden demonstriert, indem die Ergebnisse am Bewertungstag 31. Januar 2017 auf unseren Fonds XAIA Credit Curve Carry angewandt werden.

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