• Abhängigkeit und Risikomanagement

    Die Bewertung von CDO Tranchen - Teil 1

    Wir stellen ein Bewertungsmodell für CDO Tranchen vor, in welchem die Abhängigkeit zwischen den Ausfallzeiten der Assets durch einen Marktfaktor induziert wird, dessen Verteilung stabil ist und schwere Tails hat. Da das Modell primär dazu konzipiert ist einen schnellen Verständniszugang zur CDO Bewertung zu vermitteln und das tägliche, effiziente Anpassen an Marktpreise zu bewerkstelligen, beruht es auf der vereinfachenden Annahme eines großen homogenen Portfolios. Es wird gesteuert durch einen einzigen Korrelationsparameter und kann daher direkt verglichen werden mit dem Gauß-Ein-Faktor-Modell, welches Marktstandard ist. Tatsächlich sehen wir das Modell als direkte Alternative zum Gauß-Ein-Faktor-Modell und wollen aufzeigen, dass Verteilungen mit schweren Tails in diesem Zusammenhang nicht wesentlich schwieriger zu handhaben sind als die Normalverteilung im Standardmodell. Wir weisen auf die numerischen Verfahren hin, welche die Umsetzung des Modells genauso einfach machen wie die Umsetzung des Gauß-Ein-Faktor-Modells, obwohl dessen Fittingergebnisse maßgeblich verbessert sind gegenüber dem Standardmodell. Insbesondere kann man das im Markt verwendete Base Correlation Konzept des Standardmodells nahezu unverändert auf das vorgestellte, stabile Modell übertragen.

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  • Newsletter

    American Dream

    Die aktuelle Interpretation des amerikanischen Traums geht auf die Fed zurück. Neben dem immer wiederkehrenden Haushaltsstreit gilt unsere größte Sorge der verpassten Chance der Fed, in ihrer September-Sitzung den Liquiditätszuwachs zu bremsen. Wir sprechen hier nicht von einer Reduktion der Liquidität, sondern nur von einem geringeren (immer noch sehr positiven) Liquiditätswachstum. Wenn man die Nachrichten der letzten Wochen und Monate betrachtet, erscheint es überraschend, dass wir hier von einem Land sprechen, dessen 5Y-CDS bei 35 bp handelt. Deshalb sehen wir die Marktrisiken für den Rest des Jahres als durchaus signifikant an. In Kombination mit den steigenden politischen, regulatorischen und legalen Risiken (denen wir einen Großteil dieses Newsletters widmen) und der sehr fragilen Markttechnik sind wir der Meinung, dass wir die Spread-Tights des Jahres 2013 bereits hinter uns gelassen haben.

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