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    2015: Mad World

    Man gewöhnt sich ja an vieles, aber es lässt sich nur schwerlich von der Hand weisen, dass wir in einer verrückten Welt leben, in der sich die Staaten und Zentralbanken bei der Bekämpfung der chronischen Krisengefahr an den Finanzmärkten im Kreis drehen. Einerseits tut gerade die EZB alles, um den Banken ihre Rolle im Transmissionsmechanismus schmackhaft zu machen – andererseits hindern die zunehmenden regulatorischen Anforderungen die Banken daran, genau diese Rolle auszufüllen. Wir wollen hier keinesfalls puren Marktfetischismus predigen, sehen jedoch in den immer stärkeren Einschränkungen des Marktmechanismus ein zentrales Problem: nicht nur für die Finanzmärkte, sondern auch für die Realwirtschaft. Vor diesem Hintergrund sind aus unserer Sicht die dominierenden Risikofaktoren in 2015 weniger geopolitische oder makroökonomische Entwicklungen, sondern vielmehr die schleichende Substitution des Marktes durch staatliche Preisregulierung. Dies kann auch bei wohlwollender Einschätzung nur zu einem Resultat führen: eine ziemlich gravierende Abwärtsbewegung von nicht durch die Zentralbanken subventionierten Marktsegmenten.

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  • Aktienderivative

    Über die gemeinsame Berücksichtigung von "jump-to-default"- und "mark-to-market"-Risiko

    Wenn man eine Position aufbaut, welche „long credit“ ist, dann gibt es immer zwei Risikoquellen. Zum einen ist da das fundamentale „Jump-to-default“-Risiko (JTD), welches für einen hold-to-maturity Investor entscheidend ist. Zum anderen unterliegt die Position einem „Mark-to market“-Risiko (MTM) durch die täglichen Schwankungen der Credit Spreads. Will man solche eine Position durch eine „short equity“-Position absichern, dann müssen beide Risikoquellen berücksichtigt werden. Die Gesamtposition sollte im Idealfall JTD-neutral sein, d.h. zumindest im verwendeten Modell keinem Ausfallrisiko unterliegen, und MTM-neutral, d.h. nur minimalen täglichen Schwankungen unterliegen. Verwendet man für den Hedge eine Put-Position, so bietet die richtige Wahl des Ausübungspreises genug Freiheit, um beide Risiken gleichermaßen auszubalancieren. Dasselbe gilt im Allgemeinen nicht für einen Hedge mittels einem reinen Equity Forward.

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