• Newsletter

    Hör mal, haste mal 'ne Mark

    Solange sich die westlichen Zentralbanken im Zinssenkungswettbewerb befinden, ist der japanische Weg die realistischste Konsequenz für Europa. Exzessive Liquiditätsbereitstellung und deflationäre Tendenzen sind offensichtlich kein Widerspruch – vor allem dann nicht, wenn der monetäre Transmissionsmechanismus gestört ist. Frau Yellen hat mit ihrer subtilen Ankündigung einer Zinserhöhung im ersten Halbjahr 2015 nun auch die anderen Zentralbanken unter Druck gesetzt, Alternativen zur Politik des billigen Geldes zu suchen. Deshalb widmen wir diesen Newsletter der Frage, welche Effekte Zinserhöhungen in einem Umfeld eines relativ hohen Leverages haben. Ohne in irgendeiner Art politisieren zu wollen, versuchen wir außerdem, die potenziellen Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen im Osten Europas auf die westlichen Finanzmärkte aufzuzeigen. Soviel sei vorweggenommen: Wir kommen bei beiden Themen zu dem Schluss, dass am Ende einige Akteure im globalen Kapitalmarkt folgenden Satz von sich geben werden: „Hör mal, haste mal ne Mark...“.

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  • Aktienderivative

    Über funktionale Zusammenhänge zwischen Aktienkurs und CDS-Spread

    Im Kontext der gemeinsamen Modellierung von Eigen- und Fremdkapital wird oft ein hyperbolischer Zusammenhang zwischen Aktienkurs und Ausfallintensität angenommen. Wir überprüfen, ob dieser Zusammenhang mithilfe statistischer Methoden in Marktdaten nachgewiesen werden kann, wobei CDS Spreads als Näherung für die  nicht beobachtbare Ausfallintensität benutzt werden. In graphischen Auswertungen ist die hyperbolische Beziehung zwischen den beiden Größen klar ersichtlich, allerdings kann diese nicht mit klassischen Regressionsmodellen quantifiziert werden. Der hyperbolische Zusammenhang ist eine akzeptable Näherungslösung in diesem Kontext, für die genauere Schätzung von CDS Spreads aus Aktienkursdaten sollten jedoch andere statistische Methoden verwendet werden.

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