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    Coolidge

    Wir wollen diesen Newsletter entgegen sonstiger Gewohnheit dieses Mal mit einem positiven Statement eröffnen: „Niemand kann sagen, er hätte es nicht gewusst.“ Die US Administration ist gerade dabei, eine Spirale protektionistischer Maßnahmen loszutreten, die Steuerreform in den USA bedingt v. a. Aktienrückkäufe und nicht zwingend Investitionen und es gibt keine Zweifel mehr, dass die Fed in ihren lange angekündigten Zinserhöhungszyklus eintritt. Zusätzlich schwächt der Ausgang der italienischen Wahlen die EU, die britische Regierung versteht allmählich die Tragweite der Brexit-Entscheidung und der „Flash Crash“ Ende Januar hat uns vor Augen geführt, wie der Mechanismus der nächsten Krise an den Finanzmärkten ablaufen wird. Eigentlich alles gut, außer das eigene Wohlbefinden hängt von einer positiven Entwicklung der Aktienmärkte ab. Credits haben sich indes noch gut gehalten, weshalb eine zentrale Frage dieses Newsletter die nach möglichen Übertragungseffekten sein wird. Und es steht außer Frage, die entscheidenden Impulse werden auch während der nächsten Monate aus Washington kommen. Wir hoffen indes, dass POTUS nicht twittert: “I'm not a cool guy anymore…”, um weitere – vermeintlich die USA stärkende – Änderungen der globalen Wirtschaftsordnung zu verkünden.

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    Augen wie Revolver

    Zugegebenermaßen waren wir für das Jahr 2017 viel zu negativ – trotz einiger durchaus erschreckender Entwicklungen haben sich die Risikoprämien in fast allen Segmenten weiter eingeengt. Das kann sich natürlich auch in 2018 wiederholen – allerdings gibt es unserer Ansicht nach einige gute Argumente, warum die Fragilität des Finanzsystems weiter gestiegen ist. Wir halten hierfür vor allem die hohe Konzentration von Kreditrisiken als ein zentrales Argument und fokussieren uns in unserem Ausblick für 2018 weniger auf die möglichen Auslöser eines exponierten Anstiegs der Risikoprämien, sondern beschäftigen uns mit dem dahinter liegenden Mechanismus. Natürlich wollen wir auch dem diesjährigen Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Richard Thaler, huldigen und entwickeln angesichts der jüngeren politischen Entwicklungen ein neues Forschungsgebiet der Verhaltensökonomie: die Populistische Ökonomie. Hier sei uns ein gewisser Zynismus verziehen, wenn wir J. M. de Maistre zitieren: „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.“ In anderen Worten: „Im Grunde bin ich glücklich, ich hab es so gewollt …“

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    Baggy Trousers

    Die obigen Textzeilen stammen aus dem Jahre 1981. Nach so langer Zeit wird man etwas altersmilde und würde möglicherweise eine andere Formulierung wählen – aber dem Gedanken kann man nach wie vor zustimmen. Umso erfreulicher ist deshalb, dass in Europa die zarte Knospe der Europaphilie wieder erwacht, was sich auch in den jüngst enttäuschenden Wahlergebnissen europafeindlicher Parteien widerspiegelt. Man sollte allerdings nicht zu euphorisch ein Ende intellektuell ungefilterter Aussagen in sozialen Netzwerken herbeisehnen - aber zumindest darf man darauf hoffen, dass auch hochrangige Politiker den Unterschied zwischen alternativen Fakten und faktischen Alternativen verstehen lernen. Somit widmen wir diesen Newsletter mal wieder der Politik und explizit der Entwicklung in Europa in der Erwartung einer anhaltenden Dominanz politischer Themen in 2017. Außerdem zeigen wir, wie aus Quanto-CDS und Definitionen-Spreads (der neuesten Spielwiese im CDS-Markt) implizite Abwertungserwartungen europäischer Mitgliedsländer nach einem Austritt abgeleitet werden können. Ganz ohne eine Diskussion der Trump‘schen Denkfabrik kommt auch dieser Newsletter nicht aus: Dieses Mal gehen wir auf die Idee der Destination-Based Cash Flow Tax ein. Im Gegensatz zum politischen Tagesgeschäft wenden uns also sachlichen Argumenten zu – ganz nach dem Motto „we refuse to hear their lie“.

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    Punk's not dead

    Die obigen Textzeilen stammen aus dem Jahre 1981. Nach so langer Zeit wird man etwas altersmilde und würde möglicherweise eine andere Formulierung wählen – aber dem Gedanken kann man nach wie vor zustimmen. Umso erfreulicher ist deshalb, dass in Europa die zarte Knospe der Europaphilie wieder erwacht, was sich auch in den jüngst enttäuschenden Wahlergebnissen europafeindlicher Parteien widerspiegelt. Man sollte allerdings nicht zu euphorisch ein Ende intellektuell ungefilterter Aussagen in sozialen Netzwerken herbeisehnen - aber zumindest darf man darauf hoffen, dass auch hochrangige Politiker den Unterschied zwischen alternativen Fakten und faktischen Alternativen verstehen lernen. Somit widmen wir diesen Newsletter mal wieder der Politik und explizit der Entwicklung in Europa in der Erwartung einer anhaltenden Dominanz politischer Themen in 2017. Außerdem zeigen wir, wie aus Quanto-CDS und Definitionen-Spreads (der neuesten Spielwiese im CDS-Markt) implizite Abwertungserwartungen europäischer Mitgliedsländer nach einem Austritt abgeleitet werden können. Ganz ohne eine Diskussion der Trump‘schen Denkfabrik kommt auch dieser Newsletter nicht aus: Dieses Mal gehen wir auf die Idee der Destination-Based Cash Flow Tax ein. Im Gegensatz zum politischen Tagesgeschäft wenden uns also sachlichen Argumenten zu – ganz nach dem Motto „we refuse to hear their lie“.

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    Every second counts

    Der lange Abstand zum letzten Newsletter ist der Fassungslosigkeit des Autors hinsichtlich der jüngsten politischen Entwicklungen geschuldet. Nachdem die Fassung langsam zurückkehrt, wollen wir diese Ausgabe dazu verwenden, die Geschehnisse geistig und emotional zu verarbeiten. Auch wenn 2016 trotz unerwarteter Ereignisse meist langweilig, wenig liquide und dominiert durch den homo irrationalis war (also eigentlich alles wie immer), legen die jüngsten politischen Entwicklungen jedoch nahe, dass 2017 anders werden könnte. Hierbei sehen wir vier Entwicklungen im Mittelpunkt: Die langfristigen Folgen der Trumpeltier-Politik, die politischen Herausforderungen in der EU, die Zinswende in den USA sowie die Entwicklung an den Kreditmärkten, wobei wir letztere als entscheidendes Marktsegment in der nächsten Phase des Zyklus erachten. „The years gone by can't be replaced …” – das könnte die sich durchsetzende Erkenntnis im Anschluss an die Trump-Euphorie sein. Wir empfehlen bayrische Gelassenheit in 2017 und stellen unser Jahr unter das Motto: „Make Bavaria great again!“

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