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    Die Emerging Markets sind einer der großen Gewinner des Niedrigzinsumfelds und haben vor allem seit 2009 davon profitiert, dass die westlichen Zentralbanken der Politik des „billigen“ Geldes verfallen sind. Im Januar kamen erste Zweifel auf, ob die EMs nun doch ihrem „schlechten“ Ruf gerecht werden und ob sie wirklich die Träume der Investoren wahr machen können. Ohne die Heterogenität der EM-Länder zu ignorieren, lässt sich eine Schlussfolgerung bereits ableiten: Globale Ungleichgewichte aufgrund internationaler Kapitalströme, welche durch die exzessive Bereitstellung von Liquidität verursacht wurden, erschweren den Zentralbanken den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik. Gleichzeitig verstärken sich die Tendenzen, die Errungenschaften der Globalisierung politischen Strömungen zu opfern. Irgendeine Seite muss sich nun anpassen: Entweder die globalen Ungleichgewichte werden realwirtschaftlich bedingt drastisch reduziert oder die relativen Asset-Preise passen sich an. Letzteres würde denjenigen Recht geben, die der ersten Textzeile gefolgt sind und ihre EM-Investments reduziert haben: „Stay, stay back baby, I’m the wrong one.“ 

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