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    Blister in the Sun

    Großbritannien verabschiedet sich von der EU, in der Türkei wird geputscht und die italienische Bankenkrise steuert auf einen neuen Höhepunkt zu. Und die Finanzmärkte bleiben vollkommen unbeein-druckt. Diese Situation darf man durchaus als irritierend wahrneh-men, obwohl es einen relativ einfachen Grund dafür gibt: die EZB. Sie setzt nicht nur ihr erweitertes Kaufprogramm zügig um, sondern liebäugelt sogar mit der Idee des Helikoptergeldes. Somit kommen wir zu der Überzeugung, dass die steigenden fundamentalen und geopolitischen Risiken nicht adäquat in den aktuellen Risikoprämien reflektiert werden, sprich: Die Finanzmärkte (damit meinen wir fast alle) sind überbewertet. Wir denken nicht, dass sich die obigen Risiken in der kurzen Frist materialisieren werden, aber einem relativ langweiligen Sommer könnte ein heißer Herbst folgen. Die größte Gefahr in diesem Sommer sehen wir also eher in zu viel UV-Strahlung und wünschen allen Lesern, dass sie von „blisters in the sun“ verschont bleiben.

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